Freundschaft braucht Zeit. Wir machen es leichter, sie zu finden.
ShouldHaveMet schaut, wie deine Woche wirklich aussieht: deine Routinen, die Orte, die du magst, die Pläne, zu denen du Ja sagen würdest. Dann stellt es dir Menschen in deiner Nähe vor, bringt kleine Gruppen rund um echte Pläne zusammen und hilft Gruppen, die sich verstehen, sich als Runde wiederzusehen.
Hier steht, warum wir das bauen: wie verbreitet Einsamkeit ist, was laut Forschung beim Entstehen von Freundschaften hilft und was wir daraus machen. Jede Zahl sagt, was gemessen wurde, und jede Quelle ist verlinkt.
Das ist verbreitet. Und kein persönliches Versagen.
Viele Menschen fühlen sich irgendwann einsam. Diese vier Studien zeigen, wie viele, jede auf ihre eigene Weise gemessen.
25 % der 18- bis 29-Jährigen in Deutschland fühlen sich oft einsam.
Menschen in Deutschland zwischen 18 und 29, die angaben, sich oft einsam zu fühlen. Aus der Zeitverwendungserhebung 2022 des Statistischen Bundesamts (Zahlen 2025 überarbeitet). Keine Altersgruppe lag höher. Über alle ab 10 Jahren waren es 16 %, rund 12 Millionen Menschen.
18 % der 7- bis 23-Jährigen in der COPSY-Studie fühlten sich im Herbst 2025 einsam.
- 14 %Vor der Pandemie
- 39 %2020
- 18 %Herbst 2025
Kinder und junge Menschen zwischen 7 und 23 in der COPSY-Studie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE). Der Anteil der Einsamen stieg von 14 % vor der Pandemie auf 39 % im Jahr 2020. Seitdem ist er gesunken, aber nicht auf den früheren Stand.
QuelleUKE, COPSY study (2025)
46 % der 16- bis 30-Jährigen in Deutschland sind mindestens moderat einsam.
Eine Befragung von 2.532 Menschen zwischen 16 und 30 in Deutschland im März 2024: 35 % waren moderat einsam, etwa 10 % stark einsam. Am höchsten war der Anteil bei Frauen und bei 19- bis 22-Jährigen.
1 von 6 Menschen weltweit sind einsam.
Etwa jeder sechste Mensch weltweit, über alle Altersgruppen. Eine Schätzung der Kommission für soziale Verbundenheit der Weltgesundheitsorganisation aus Daten der Jahre 2014 bis 2023, veröffentlicht am 30. Juni 2025.
Die Studien stellen unterschiedliche Fragen und ziehen die Grenze an unterschiedlichen Stellen, von „oft einsam“ bis „mindestens moderat einsam“. Deshalb unterscheiden sich die Zahlen, und deshalb steht auf jeder Karte, was genau gemessen wurde.
Was laut Forschung hilft und was wir daraus machen.
Die meisten dieser Studien stammen aus den USA und anderen westlichen Ländern, oft mit Studierenden. Sie beschreiben Bedingungen, die helfen, nicht, wer sich versteht. Also bauen wir für die Bedingungen.
Was die Forschung fand
Freundschaft braucht gemeinsame Stunden.
Eine Studie schätzt: Rund 50 gemeinsame Stunden braucht es bis zur lockeren Freundschaft, etwa 90 bis zur Freundschaft und mehr als 200 bis zur engen Freundschaft. Gemeinsame Freizeit zählte mehr als Zeit bei der Arbeit oder in der Schule.
Was wir daraus machen
Runden statt Einzeltreffen.
Ein Abend sind ein paar Stunden. Eine Runde ist eine kleine Gruppe, die sich vier Wochen lang trifft, jede Woche oder alle zwei Wochen, mit denselben Leuten. Danach stimmt ihr jeweils privat ab, ob es weitergeht.
Was die Forschung fand
Vertrautheit schafft Sympathie.
Je öfter sich Fremde unterhielten, desto mehr mochten sie sich, weil sie sich wohler und besser verstanden fühlten. Es gibt eine Grenze: Bei sehr vielen Wiederholungen kann die Sympathie einen Höhepunkt erreichen und wieder sinken.
Was wir daraus machen
Dieselben Leute wiedersehen.
Nach einem Treffen sagst du uns privat, ob du diese Gruppe wiedersehen würdest. Sehen die anderen es genauso, schlagen wir vor, euch als Runde wiederzutreffen. Hat es nicht gepasst, erfährt das niemand.
Was die Forschung fand
Gute Gespräche bleiben klein.
Gesprächsgruppen teilen sich meist, sobald sie über etwa vier Personen hinauswachsen. Zu fünft läuft ein Gespräch noch wie ein Dialog. Zu zehnt wird es zu einer Reihe von Monologen.
QuellenDunbar, Duncan & Nettle (1995)Fay, Garrod & Carletta (2000)
Was wir daraus machen
Bewusst kleine Gruppen.
Pläne für Essen und Gespräche sind für drei bis fünf Personen gedacht. Aktivitätsgruppen, in denen ihr zusammen spaziert, klettert oder spielt, haben höchstens acht.
Was die Forschung fand
Ähnliche Leben bringen Menschen zusammen.
Freund:innen glichen sich in 86 % der gemessenen Merkmale, auch darin, was sie in ihrer Freizeit tun. Vor allem, weil sich ähnliche Menschen von Anfang an füreinander entscheiden.
QuelleBahns et al. (2017)
Was wir daraus machen
Gematcht danach, wie du lebst.
Wir schauen auf deine Routinen, die Orte, die du magst, und die Pläne, zu denen du Ja sagen würdest. Ein gemeinsames Hobby allein zählt wenig.
Was die Forschung fand
Chemie lässt sich nicht vorhersagen.
Vor einem Speed-Dating beantworteten die Teilnehmenden mehr als 100 Fragen über sich. Die Antworten zeigten, wer andere generell eher mag, aber nicht, welche zwei Menschen sich zueinander hingezogen fühlen würden.
Was wir daraus machen
Gründe statt Versprechen.
Jede Vorstellung sagt, warum wir finden, dass ihr euch treffen solltet: was ihr gemeinsam habt und aus welchen Teilen des Scores das kommt. Ob es funkt, liegt bei euch. Das versprechen wir nie.
Was die Forschung fand
Aussehen bestimmt den ersten Eindruck.
Über 97 Studien hinweg prägte das Aussehen den ersten romantischen Eindruck weit stärker als zum Beispiel die Verdienstaussichten.
QuelleEastwick et al. (2014)
Was wir daraus machen
Aussehen spielt in unserem Ranking keine Rolle.
Wie du aussiehst und wie attraktiv dich jemand findet, fließt nie ins Matching ein. Deine Fotos stehen in deinem Profil, damit man dich erkennt. Wenn du Bilder aus deiner Woche hinzufügst, schaut eine KI nur darauf, was du darauf machst, und soll ignorieren, wie jemand aussieht. Ein gemeinsamer Plan gibt allem anderen Zeit, zu zählen.
Was die Forschung fand
Aufmerksamkeit ballt sich oben.
In einer Studie zu Nachrichten auf einer Online-Dating-Plattform schrieben Menschen meist an Personen, die nach dem Maßstab der Studie begehrter waren als sie selbst, im Schnitt um etwa 25 %. Diese Nachrichten wurden seltener beantwortet.
QuelleBruch & Newman (2018)
Was wir daraus machen
Eine Obergrenze für Aufmerksamkeit.
Niemand wird mehr als 15 Menschen pro Woche neu vorgestellt, egal in welchem Tarif. So können wenige nicht die ganze Aufmerksamkeit bekommen.
Was die Forschung fand
Wir unterschätzen, wie sehr man uns mochte.
Nach einem Gespräch mit jemand Neuem glauben Menschen meist, das Gegenüber habe sie weniger gemocht, als es tatsächlich der Fall war. Die Forschung nennt das die „Liking Gap“.
QuelleBoothby et al. (2018)
Was wir daraus machen
Eine Erinnerung nach dem Treffen.
Nach einem Treffen erinnert dich der Feedback-Bildschirm daran: Wahrscheinlich mochten sie dich mehr, als du denkst.
Ein Wort zu Erwartungen.
Programme, die Einsamkeit verringern sollen, können helfen. Übersichtsarbeiten finden aber im Schnitt bescheidene Effekte, und viel hängt vom Ansatz ab. ShouldHaveMet ist kein solches Programm. Wir machen es leichter, Menschen kennenzulernen und sie wiederzusehen, und versprechen nicht mehr als das.
Was für uns Erfolg ist.
Wenn Menschen sich wiedersehen: dieselben Leute, ein zweites Mal, über ShouldHaveMet.
Wir veröffentlichen das auf unserer Matching-Seite, zusammen mit unseren anderen Ergebnissen. Jede Zahl erscheint erst, wenn mindestens 50 Fälle dahinterstehen. So ist sie aussagekräftig, und niemand lässt sich herauslesen.
Zu den ErgebnissenEinige der Zahlen, die wir veröffentlichen
- Menschen, die dieselbe Person wiedersahen
- Runden, aus denen eine feste Gruppe wurde
- Teilnehmende, die es wieder machen würden
Was ShouldHaveMet nicht ist.
ShouldHaveMet ist ein Weg, Menschen kennenzulernen. Es ist keine Therapie und keine Behandlung.
Wenn es dir gerade schlecht geht
Du musst nicht auf ein Treffen warten, um mit jemandem zu sprechen. Die TelefonSeelsorge ist kostenlos, anonym und rund um die Uhr erreichbar:
Im Notfall wähle die 112.
Neu in der Stadt, zwischen zwei Freundeskreisen oder einfach Lust auf mehr Samstage mit Freund:innen?
Erzähl ShouldHaveMet von deiner Woche. Wir suchen Menschen und Pläne, die dazu passen.
Quellen
Zahlen zu Einsamkeit
- Statistisches Bundesamt (Destatis) (2025, 16 July). Press release N036. www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/07/PD25_N036_12.html
- Statistisches Bundesamt (Destatis). Zeitverwendung: Ergebnisse (time use survey results). www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Einkommen-Konsum-Lebensbedingungen/Zeitverwendung/Ergebnisse/_inhalt.html
- Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) (2025, 4 December). COPSY study, published via Informationsdienst Wissenschaft (idw). idw-online.de/de/news862793
- Bertelsmann Stiftung (2024, 17 June). Wie einsam sind junge Erwachsene im Jahr 2024? www.bertelsmann-stiftung.de/de/unsere-projekte/junge-menschen-und-gesellschaft/projektnachrichten/wie-einsam-sind-junge-erwachsene-im-jahr-2024
- World Health Organization (2025, 30 June). Social connection linked to improved health and reduced risk of early death. News release. www.who.int/news/item/30-06-2025-social-connection-linked-to-improved-heath-and-reduced-risk-of-early-death
- WHO Commission on Social Connection (2025). Report. www.who.int/groups/commission-on-social-connection/report
Forschung
- Hall, J. A. (2019). How many hours does it take to make a friend? Journal of Social and Personal Relationships, 36(4), 1278–1296. doi:10.1177/0265407518761225
- University of Kansas (2018, 6 March). Study reveals number of hours it takes to make a friend. Press release. news.ku.edu/news/article/2018/03/06/study-reveals-number-hours-it-takes-make-friend
- Reis, H. T., Maniaci, M. R., Caprariello, P. A., Eastwick, P. W., & Finkel, E. J. (2011). Familiarity does indeed promote attraction in live interaction. Journal of Personality and Social Psychology, 101(3), 557–570. doi:10.1037/a0022885
- Montoya, R. M., Horton, R. S., Vevea, J. L., Citkowicz, M., & Lauber, E. A. (2017). A re-examination of the mere exposure effect: The influence of repeated exposure on recognition, familiarity, and liking. Psychological Bulletin, 143(5), 459–498. doi:10.1037/bul0000085
- Dunbar, R. I. M., Duncan, N. D. C., & Nettle, D. (1995). Size and structure of freely forming conversational groups. Human Nature, 6(1), 67–78. doi:10.1007/BF02734136
- Fay, N., Garrod, S., & Carletta, J. (2000). Group discussion as interactive dialogue or as serial monologue: The influence of group size. Psychological Science, 11(6), 481–486. doi:10.1111/1467-9280.00292
- Bahns, A. J., Crandall, C. S., Gillath, O., & Preacher, K. J. (2017). Similarity in relationships as niche construction: Choice, stability, and influence within dyads in a free choice environment. Journal of Personality and Social Psychology, 112(2), 329–355. doi:10.1037/pspp0000088
- Joel, S., Eastwick, P. W., & Finkel, E. J. (2017). Is romantic desire predictable? Machine learning applied to initial romantic attraction. Psychological Science, 28(10), 1478–1489. doi:10.1177/0956797617714580
- Eastwick, P. W., Luchies, L. B., Finkel, E. J., & Hunt, L. L. (2014). The predictive validity of ideal partner preferences: A review and meta-analysis. Psychological Bulletin, 140(3), 623–665. doi:10.1037/a0032432
- Bruch, E. E., & Newman, M. E. J. (2018). Aspirational pursuit of mates in online dating markets. Science Advances, 4(8), eaap9815. doi:10.1126/sciadv.aap9815
- Boothby, E. J., Cooney, G., Sandstrom, G. M., & Clark, M. S. (2018). The liking gap in conversations: Do people like us more than we think? Psychological Science, 29(11), 1742–1756. doi:10.1177/0956797618783714
- Haslam, C., Cruwys, T., Chang, M. X.-L., Bentley, S. V., Haslam, S. A., Dingle, G. A., & Jetten, J. (2019). GROUPS 4 HEALTH reduces loneliness and social anxiety in adults with psychological distress: Findings from a randomized controlled trial. Journal of Consulting and Clinical Psychology, 87(9), 787–801. doi:10.1037/ccp0000427
- Masi, C. M., Chen, H.-Y., Hawkley, L. C., & Cacioppo, J. T. (2011). A meta-analysis of interventions to reduce loneliness. Personality and Social Psychology Review, 15(3), 219–266. doi:10.1177/1088868310377394